Termine & Ereignisse

Kulturbehörde lässt Bürgervereine bei der Rettung der Bücherhallen ins Leere laufen

Neuigkeiten aus der SPD

 

SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok kritisiert nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Senats zur Schließung der Bücherhallen in Iserbrook und Rissen

Pressemitteilung von Anne Krischok, 4.12.09

Die Bücherhallen Iserbrook und Rissen sind trotz aller Bemühungen von den Bürgerinitiativen, dem Bürgerbegehren, den Bürgervereinen und dem Engagement der Politiker vor Ort leider inzwischen Geschichte. Nachdem die Kulturbehörde und die Stiftung Hamburgische Öffentliche Bücherhalle (HÖB) „Leseclubs“ zwar als Kompensation vorschlagen, jedoch weder Miet- noch Personalkosten hierfür finanzieren wollen, ist für deren Wiedereinrichtung privates Engagement notwendig. Die Bürgervereine aus Blankenese, Iserbrook/Sülldorf und Rissen hatten daher die Kulturbehörde sowie die HÖB um ein Moratorium gebeten. Ihre Hoffnung war, in dieser Zeit mithilfe privatem Engagement und Unterstützung in Iserbrook und Rissen ein Notangebot aufrecht erhalten zu können. Warum dieses Angebot nicht angenommen wurde, hat die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok in einer schriftlichen Anfrage beim Senat erfragt.

Die Antworten liegen nun vor – und sind zum Teil unverschämt. Zwar sei den zuständigen Behörden das Engagement der Bürgervereine bekannt gewesen – allerdings hätten die Bürgervereine diese Idee nicht weiter konkretisiert. Anne Krischok hierzu: „Das ist einfach nicht wahr. Zum einen sollen wohl im Nachhinein die Bürgervereine für die Schließung verantwortlich gemacht werden, zum anderen haben die Bürgervereine um Zeit für eine private Zusatzfinanzierung gebeten: So wird deutlich, dass dieses Angebot inhaltlich nicht akzeptiert werden sollte“ führt die Wahlkreisabgeordnete für den Hamburger Westen aus.

Was ins Auge fällt: Die Kulturbehörde hält eine zuverlässige private Finanzierung der Bücherhallenstandorte per se für unrealistisch. Zum einen wird jedoch nicht ausgeführt wird, wieso ein solches Engagement nicht möglich wäre. Zum anderen war dies jedoch so nie in der Diskussion: Es ging stets um eine ergänzende (nicht alternative!) private Finanzierung die Rede. Dies war der Behörde sehr wohl bekannt, aber politisch nicht gewollt. Vielleicht hätte dieses Modell auch nicht funktioniert – aber dass den interessierten Bürgervereinen nicht einmal die Zeit gegeben wurde, dies zu versuchen (!), überrascht doch negativ. Unter dem Strich: Keine Auseinandersetzung mit der Sache.

Für Anmerkungen und Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an:
Frank Leptien; Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Anne Krischok, MdHB
SPD-Abgeordnetenbüro; Luruper Hauptstraße 168, 22547 Hamburg
Tel.: 040 / 83 01 84 00; Fax: 040 / 82 29 99 84; Handy: 0151 56 33 43 25
Internet: www.anne-krischok.de, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Aktualisiert (Freitag, den 28. Mai 2010 um 16:33 Uhr)